|
| |

GALERIE IM STIFT
SOMMERAUSSTELLUNG
2007
Armin Guerino – Biografie
Armin
Guerino wurde am 12. Dezember 1961 in Wien geboren. Er ist auf Schloss Saager in
Südkärnten aufgewachsen und bereits vom frühen Kindesalter an im Elternhaus mit
Kunst vertraut geworden. Im Jahre 1978 hat er noch als Schüler vor der Matura
bereits mit ersten Studien beim Bildhauer Prof. Rudolf Kedl begonnen. Seine
universitäre Ausbildung zum akademischen Graphiker und Maler erhielt Guerino von
1982 bis 1986 bei Prof. Maximilian Melcher an der Akademie der bildenden Künste
in Wien. Der Besuch von Sommerakademien in Salzburg und die Teilnahme an
zahlreichen internationalen Symposien ergänzten in weiterer Folge seinen
Ausbildungsweg. Er erhielt 1987 ein Arbeitsstipendium der Gemeinde Wien und das
Parisstipendium des Landes Kärnten, 1990/91 ein Ägyptenstipendium und 2001 den
Förderungspreis des Landes Kärnten. Studienreisen und längere Arbeitsaufenthalte
führten den Maler und Medienkünstler u. a. auch nach Spanien, Slowenien,
Kroatien und Bosnien-Herzegowina, New York und Senegal. Schon sehr früh schon
ist der Künstler ab 1976 auch mit Ausstellungen im In- und Ausland die
Öffentlichkeit getreten, z. B. im Österreichischen Tabakmuseum in Wien, im
Traklhaus in Salzburg, im Schloss Wolkersdorf in Niederösterreich, in der
Sezession Graz, in Hannover, Kairo, Dakar, Split, Sarajevo und in Ljubljana. Von
seinen bisherigen Arbeiten im öffentlichen Raum muss man vor allem die
Gestaltung der Totenkapelle in St. Michael ob der Gurk (Architektur und
Freskomalerei) aus dem Jahre 1991 erwähnen. Es folgten die Rauminstallationen im
Europäischen Design Depot (1995) und im Klagenfurter Dom (1996). Armin Guerino
ist aktives Mitglied des Kunstvereins für Kärnten, wo im Frühjahr 2000 eine
eindrucksvolle Personalausstellung mit seinen Arbeiten stattfand. Seit dem Jahr
2000 realisiert der Künstler gemeinsam mit seinen Brüdern Edmund und Tomas Hoke
in mehreren Baustufen das Land-Art-Projekt für den Drauhafen Selkach westlich
von Ludmannsdorf. Von 2002 bis Oktober 2003 wurde ebenfalls in Teamarbeit mit
seinen beiden Brüdern das künstlerische Gesamtkonzept für die Jakobskapelle St.
Ulrich in Kleinkirchheim umgesetzt. 2002 entstanden weiters die monumentalen
Metallfiguren am Dach der Betriebsanlage der Straßenbauverwaltungsanlage im
Norden von Klagenfurt und die Wandmalereien in der Auferstehungskapelle in
Sexten in Südtirol. Bemerkenswert ist auch die im Jahre 2005 erfolgte moderne
Neubemalung eines alten Bildstockes auf dem Strošek-Hof in Ebriach bei Bad
Eisenkappel. Für den Innenraum des Klagenfurter Domes kreierte Guerino zur
Fastenzeit im Frühjahr 2005 ein großes Kunstprojekt, in Völkermarkt entstand zu
Ostern 2007 im ehemaligen Rathauskeller eine sehenswerte Lichtinstallation.
Ständige Ortswechsel und längere Auslandsaufenthalte haben Guerinos Kunst einer
poetischen Bildsprache nachhaltig geprägt. In seiner meist gegenstandsgebundenen
und figurativen Malerei bevorzugt der Künstler häufig eine Unterteilung der
Bilderzählung in einzelne Sequenzen, wobei in der jüngsten, stärker mit dem
kräftigen Farbkontrasten und durch Formreduktion operierenden Werkperiode die
Zeichnung als formales Mittel wieder dominant in den Vordergrund rückt. Guerino
versucht vor allem existenzielle Spannungsfelder und innere Gefühlswelten
aufzuzeigen, Polaritäten wie Ordnung und Chaos, Leben und Tod. Nur in
Ausnahmefällen finden sich in seinen Werken auch zeitgeschichtliche Bezüge.
Bedeutende Einzelwerke Guerinos befinden sich u. a. im Besitz des Landes
Kärnten, Salzburg, der Stadt Wien, Klagenfurt, Villach und des
Bundesministeriums für Unterricht und Kunst.
zurück
| |
|