will der herr graf

ein tänzchen wagen....
bei beaumarchais besiegt der witz die gewalt, figaro den grafen. die möglichkeiten der sprache sind größer als die der macht. ich verstehe das als ein kriterium der komödie, gemessen an den damaligen gesellschaftlichen verhältnissen halte ich es für eine illusion. denn die gewalt, die macht, erlaubt den witz des machtlosen nur so lange, als ihre interessen davon nicht bedroht werden. geschieht dies, so dreht sich der mechanismus um. die verhältnisse sind stärker als die sprache. wenn die gewalt die tatsachen schafft, ist der witz keine waffe mehr. die verhältnisse sind stärker als die sprache, die gewalt ist stärker als der witz. das ist das thema meines stückes. ob sich unter dieser bedingung die komödie aufrechterhalten läßt? warum nicht? ich hoffe nur,die leute merken, worüber sie eigentlich lachen. peter turrini 1972